Zu Beginn des Schuljahres verweisen Minister Rupprecht und Ingo Senftleben stolz auf die Neuerungen durch das Schulgesetz, die sie als Schritte zu mehr Qualität an den Schulen darstellen. Das kann DIE LINKE in keiner Weise nachvollziehen.
Die Verkürzung der Abiturzeit ist schlecht vorbereitet und noch mit vielen Fragezeichen behaftet. Die Verschärfung der Zugangsbedingungen für die Gymnasien ist kontraproduktiv, die Vergleichsarbeiten in Mathematik und Deutsch in den sechsten Klassen, die mit 40 Prozent in die Halbjahreszensuren eingehen, rufen schon jetzt die Proteste zahlreicher Eltern hervor. Sie befürchten darin zu Recht eine Benachteiligung ihrer Kinder.
Alle diese Maßnahmen haben eine Gemeinsamkeit: Sie schränken die Chancengleichheit weiter ein und führen dazu, dass weniger Kinder in den Genuss hoher Bildung kommen werden. Doch genau das Gegenteil benötigt Brandenburg.
Andererseits wird das Schulsterben ungerührt als alternativlos konstatiert und kein Zusammenhang zur Landespolitik hergestellt. Das ist Betrug an Kindern, Eltern und Lehrkräften. Denn es ist das erklärte Ziel dieser Landesregierung, nur so viele Schulen wie unbedingt nötig – und nicht so viel wie möglich – zu erhalten.