Im Ergebnis der 10. Sitzung des Untersuchungsausschusses erklärt das Mitglied im Untersuchungsausschuss der Fraktion DIE LINKE, Margitta Mächtig:
Nach der Vernehmung zweier ehemaliger Erbenermittler hat sich für DIE LINKE bestätigt, dass das Land Brandenburg zu spät und methodisch falsch versucht hat, die Erben von Bodenreform-Grundstücken zu ermitteln.
Die, in anderen Bundesländern sehr wohl erfolgreiche * und von DER LINKEN mehrfach angemahnte * Recherche vor Ort, wurde in Brandenburg trotz mehrfacher Hinweise durch die Dienstleister selbst offenbar bewusst unterlassen. Vielmehr bestätigten die, vom Land eingesetzte Dienstleister, dass die Suche nach Erben von Bodenreformland quasi nur vom Schreibtisch aus stattfand und sie *null Entscheidungsbefugnis“ hatten. Dies hatte zur Folge, dass bei vielen Auflassungsfällen der Eigentümer unbekannt bzw. die Erbberechtigung ungeklärt blieben.
Damit hat das Land Brandenburg jenen "Sonderweg" in Ostdeutschland beschritten hat, von dem Finanzminister Rainer Speer behauptet *es gäbe ihn nicht. Noch vor wenigen Monaten erklärte er: *bisher gibt es keine Hinweise, dass Brandenburg bis zum Auslaufen der Verjährungsfrist am 2.
Oktober 2000 nicht vernünftig nach Erben von Bodenreformland geforscht habe."