Zum beschlossenen Antrag von SPD, DIE LINKE und CDU „Stadtumbau Ost auf hohem Niveau und mit neuen Akzenten fortsetzen“ erklärt der Sprecher für Stadtentwicklungs-, Bau- und Wohnungspolitik Axel Henschke:
Brandenburgerinnen und Brandenburger brauchen in den nächsten Jahren attraktiven, bezahlbaren Wohnraum. Nur so schaffen wir Perspektiven für die, die hier bleiben wollen und sind attraktiv für die, die kommen wollen, insbesondere für qualifizierte Fachkräfte.
Das ist auch bitter notwendig: Schon jetzt zeichnet sich für die nächsten Jahre ein eklatanter Fachkräftemangel in Brandenburg ab. Das stellt ein zentrales Problem für die Brandenburger Wirtschaft dar. Wer in Brandenburg für stabile wirtschaftliche Verhältnisse in den nächsten 10 bis 20 Jahren sorgen will, muss zur Kenntnis nehmen: Die Entscheidung für den Arbeits- und Lebensmittelpunkt wird, zunehmend von der Entscheidung für oder gegen einen ganz konkreten Wohnort beeinflusst.
Über diese Akzentuierung in der Stadtumbaupolitik erhält sich die Landespolitik die Chance, mit weniger werdenden Mitteln für den Stadtumbau Ost intelligenter und flexibler zu verfahren, Stadtumbauprozesse politisch zu steuern.
Zugleich steigt die Verantwortung – angesichts niedriger Einkommensverhältnisse - durch intelligente Bündelung der hohen Nachfrage im niedrigen Preissegment zu entsprechen. Attraktivität und Bezahlbarkeit dürfen keine Gegensätze sein.
Der nunmehr von allen Fraktionen gefasste Beschluss nimmt das zur Kenntnis. Dennoch bleibt viel zu tun, um Stadtumbaupolitik nicht nur als Verwaltung von Abriss- und Schrumpfungsprozessen zu begreifen, sondern mit der Schaffung bezahlbaren und attraktiven Wohnraums Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik positiv zu steuern, Wegzug zu verhindern und auch so dem negativen demografischen Trend in unserem Land entgegenzuwirken.