Heute vor 77 Jahren brannten auf dem Berliner Bebelplatz Tausende Bücher von jüdischen,marxistischen und pazifistischen Schriftstellern. Die Brandspur der Nazis führte durch 22 deutsche Universitätsstädte. Dazu erklärt die Fraktionsvorsitzende Kerstin Kaiser:
„Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen.“ Diese düstere Prophezeihung von Heinrich Heine wurde in Deutschland und darüber hinaus Wirklichkeit.
Was dies für Bücher waren und warum sie verbrannt wurden, ist als Erinnerung und Mahnung wach zu halten. Vor allem jungen Menschen sollten wissen, warum beispielsweise Bücher von Kästner, Remarque, Tucholsky und Ossietzky in Flammen aufgingen.
Das Glück, ohne Einschränkungen, Bücher lesen zu können, ist ein über Jahrhunderte hart erkämpftes und muss überall auf der Welt möglich sein, in China ebenso wie in Lateinamerika oder Afrika. Freier Zugang zu Wissen ist ein Menschenrecht.
DIE LINKE erinnert daran heute mit einer „Lesung gegen das Vergessen“ auf dem Bebelplatz. Menschen unterschiedlichster Generationen werden Texte von Schriftstellern vorlesen, sei es die Fußballweltmeisterin Anja Mittag oder die 100-jährige Zeitzeugin Elfriede Brüning oder Studenten der Ann Arbor Uni in Michigan.