3. Juni 2009

Leiharbeit regulieren!

Leiharbeit war ursprünglich als Instrument gedacht, um Auftragsspitzen mit Hilfe zusätzlichen Personals abzufangen oder personelle Engpässe zu überbrücken. Dies hat sich mittlerweile völlig gewandelt. Insbesondere Großunternehmen und Konzerne nutzen Leiharbeit inzwischen als Instrument der Lohndrückerei und des Abbaus von Arbeitnehmerrechten. Sowohl die rot-grüne als auch die schwarz-rote Bundesregierung sind den entsprechend Forderungen der Unternehmen bereitwillig gefolgt und haben Warnungen der Gewerkschaften und anderer in den Wind geschlagen. "Deregulierung“ und "Flexibilisierung“ galten als Wundermittel für das Zeitalter der Globalisierung. Wenn einige heute die Folgen beklagen, vergießen sie Krokodilstränen.


DIE LINKE will dem Grundsatz "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ wieder Geltung verschaffen. Leiharbeit muss im Interesse der Beschäftigen reguliert werden. Der schamlosen Ausnutzung der Leiharbeit zu Lasten der Stammbeschäftigten durch Industrieunternehmen wie durch private Krankenhausbetreiber muss durch neue gesetzliche Rahmenbedingungen Einhalt geboten werden.

Im Falle des Asklepios-Konzerns sehe ich die Landesregierung in einer besonderen Verpflichtung; schließlich geht es hier auch um die ehemaligen Landeskliniken in Lübben, Teupitz und Brandenburg an der Havel. Wenn sich die Landesregierung nun darauf beruft, Asklepios halte alle bei der Privatisierung getroffenen Vereinbarungen ein, dann hat man offenbar nicht im Interesse der Beschäftigten verhandelt.