Auch an Strausberg ist das Schulsterben als Folge der verfehlten Bildungspolitik der Landesregierung nicht spurlos vorüber gegangen, trotz des großen Engagements von Lehrern und Eltern. Zuletzt hat die Landesregierung auch noch die Schließung der Gymnasialen Oberstufe und somit der gut angewählten Lise-Meitner-Gesamtschule zugelassen, welche nun zur Oberschule wird.
Die Werbung des Bildungsministers für die Anne-Frank-Oberschule hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck: Zu einem „Wackelkandidaten“ – wie Rupprecht sagt - wurde die Schule doch erst durch die von SPD-CDU-Landespolitik vorgegebenen Rahmenbedingungen und die Entscheidungen desselben Ministers im Vorjahr. Von „geordneten Verhältnissen“ zu sprechen und Strausberg jetzt als Sieger in diesem Prozess zu bezeichnen, wie es Minister Rupprecht getan hat, ist völlig unangemessen und muss für die Betroffenen nach blankem Hohn klingen.
Der Minister lobte die Oberschule als eine Schulform die „alle Chancen bietet“, wohl wissend, dass deren Durchlässigkeit sehr eingeschränkt ist und Schüler nach der Oberschule keine Gelegenheit mehr haben, das Abitur an einem Gymnasium zu machen.
Nach der Qualität des Unterrichts fragte der Minister leider nicht. Dabei wäre sie zu erhöhen, wenn es entsprechende Voraussetzungen gäbe, wie kleinere Klassen, eine größere Vertretungsreserve, mehr Förder- und Teilungsstunden und nicht so starre Vorgaben zur Einrichtung von Klassen.
Unsere Kinder wie auch die Lehrerinnen und Lehrer brauchen bessere Lern- und Lehrbedingungen. DIE LINKE greift diese langjährigen Forderungen erneut auf und bringt in die Landtagssitzung dieser Woche einen Antrag zur Überarbeitung des so genannten „Schulressourcenkonzepts“ ein mit dem Ziel, damit Lehr- und Lernbedingungen zu möglichst bald verbessern.