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Gute Bildung für alle

16 Schulgesetzänderungen in den letzten zehn Jahren haben es nicht vermocht, die Qualität schulischer Bildung in Brandenburg zu verbessern. Wir müssen das Schulsystem ändern – mit Augenmaß und Verstand.

Wir sehen in der Bildung eine der wichtigsten Zukunftsinvestitionen des 21. Jahrhunderts – sie muss allen zugute kommen und langfristig beitragsfrei werden – von der Kita über die Schule, die Ausbildung, das Studium bis zur Weiterbildung.

Die Mehrheit in Gesellschaft und Politik weiß: Kinder gehören in der Schule – wie in der Familie – zusammen. Soziale Verantwortung, Offenheit, Teamgeist, Kreativität – das alles entsteht nur im Miteinande. Deswegen wollen wir längeres gemeinsames Lernen bis zum Ende der Sekundarstufe I in einer Gemeinschaftsschule, die jeden individuell fördert.

Die Änderung des Schulsystems braucht Zeit. Um einiges kann und muss man sich aber schon jetzt kümmern: um eine höhere Qualität der frühkindlichen Bildung und Erziehung, um eine Absenkung des Personalschlüssels in Kitas, um Sprachstandsfeststellungen und Sprachförderung mindestens zwei Jahre vor Schulbeginn, um mehr und qualifiziertere Ganztagsangebote, um eine bessere Ausstattung mit Lehrerstellen und um bessere Arbeitsbedingungen und Fortbildungsangebote für Lehrkräfte und ErzieherInnen, auch um mehr SonderpädagogInnen und SozialarbeiterInnen an Schule wie in der Freizeit. Und wir müssen umgehend die vom Europarat geforderten strukturellen Maßnahmen im Bereich der Vermittlung der niedersorbischen (wendischen) Sprache umsetzen.

Alle Kinder in Kita und Grundschule müssen mit einem Mittagessen versorgt werden, das für die Eltern kostenfrei ist und sich in das pädagogische Konzept und den Rahmen der Gesundheitsprävention einordnet.
Das Recht auf Ausbildung gehört in die Landesverfassung. Die Qualität der Berufsausbildung hat oberste Priorität.

Wir wollen bei den Hochschulen die Lehrqualität stärken – nötig sind die Aufstockung des Lehrpersonals, eine Stärkung des akademischen Mittelbaus, die verpflichtende didaktische Weiterbildung des Lehrpersonals sowie eine umfassende Qualitätsentwicklung. Der Master muss der Regelabschluss an Hochschulen sein. Wir lehnen jegliche Form von Studiengebühren – einschließlich Studienkonten - ab.